Allgemeine Teilnehmerinformation und Einwilligung

für den SMARD-GOV Workshop auf den PROSOZ AWT 2026

1. Beschreibung des Forschungsvorhabens

Im Rahmen des Forschungsprojektes SMARD-GOV untersuchen wir an der Universität Münster das Verhalten von Nutzenden im Umgang mit KI-gestützten Prozessen. Ziel dieses Vorhabens ist die Gewinnung von Erkenntnissen zur wahrgenommenen Wirksamkeit und Belastung verschiedener Ansätze zur Sicherstellung der menschlichen Aufsicht (Human-in-the-Loop). Beispiele für solche Ansätze stellen z.B. Erklärungen, Quellen, sprachliche Änderungen der Ausgabe oder UI/UX-Elemente dar.

Diese Ansätze werden vor allem daraufhin untersucht, wie wirksam sie vor übermäßigem Vertrauen und der unkritischen Übernahme von KI-Inhalten schützen. In diesem Projekt interessiert uns, wie diese Ansätze von Nutzern aus der öffentlichen Verwaltung wahrgenommen werden. Dabei geht es uns insbesondere um das Zusammenspiel der (wahrgenommenen) Wirksamkeit und der wahrgenommenen Belastung für Nutzer.

2. Ablauf der Studie

In der Studie werden Sie gebeten, verschiedene Ansätze zur Sicherstellung menschlicher Aufsicht zu bewerten. Dies betrifft zum einen organisatorische Ansätze (bspw. Trainings) und konkrete Ansätze bei der Umsetzung von KI-Systemen (bspw. Erklärungen oder verzögerte Bereitstellung der KI-Bewertungen). Nacheinander werden Ihnen diese Ansätze präsentiert und erklärt. Wo möglich, werden die Ansätze auch mit einem Mock-Up konkret dargestellt. Für alle Ansätze werden Sie gebeten, eine eigene Einschätzung der Wirksamkeit des Ansatzes und eine eigene Einschätzung der Belastung, die durch Umsetzung des Ansatzes entsteht, zu geben. Hierfür wird eine Ratingskala von 1-7 verwendet. 1 stellt dabei eine geringe Belastung oder Wirksamkeit dar, wohingegen 7 eine hohe Belastung und Wirksamkeit darstellt. Die erwartete Dauer beträgt 10 Minuten.

Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich damit bitte an den Versuchsleiter.

3. Freiwilligkeit und Anonymität

Die Teilnahme an der Studie ist freiwillig. Sie können jederzeit und ohne Angabe von Gründen Ihre Einwilligung zur Teilnahme an dieser Studie widerrufen, ohne dass Ihnen daraus Nachteile entstehen.

4. Umfang der Datenerhebung und -verarbeitung

Im Rahmen des Vorhabens werden Ihre Einschätzung der Wirksamkeit von und Belastung durch Ansätze zur Sicherstellung menschlicher Aufsicht über KI-Systeme erhoben. Darüber hinaus erheben wir folgende personenbezogenen Daten auf freiwilliger Basis:

  1. Alter
  2. Geschlecht

Die Daten werden ausschließlich zu Forschungszwecken im Rahmen des Projektes SMARD-GOV verwendet. Eine Weiterverarbeitung für wissenschaftliche Forschungszwecke gilt nicht als unvereinbar mit den ursprünglichen Zwecken (vgl. Art. 5 Abs. 1 lit. b DSGVO). Auch die Analyse der Daten ergibt keine besonders schützenswerten Daten und weitere Personenkreise sind nicht betroffen.

Da eine theoretische Identifizierung einzelner Personen anhand der Kombination aus Alter, Geschlecht und Teilnahme an der Rahmenveranstaltung nicht ausgeschlossen werden kann, ist von pseudonymisierten und nicht vollständig anonymisierten Daten auszugehen. Gemäß dem Gebot der Datensparsamkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO) werden keine Maßnahmen ergriffen, um eine rückwirkende Identifizierung der Teilnehmer zu ermöglichen (z. B. eine Kodierliste). Eine eindeutige Zuordnung der Daten zu Ihrer Person ist deshalb unter Umständen nicht möglich, sodass wir einem Gesuch nach Löschung der Daten nicht gesichert nachkommen können. Die Daten werden auf Servern der Universität Münster gespeichert und über die Plattform Sciebo den Projektpartnern zur Verfügung gestellt. Die Daten werden für die Dauer des Forschungsprojekts sowie der anschließenden wissenschaftlichen Aufarbeitung gespeichert, mindestens jedoch für einen Zeitraum von zehn Jahren in anonymisierter Form.

Zugang zu den pseudonymisierten Daten haben die am Projekt SMARD-GOV beteiligten Mitarbeiter des Lehrstuhls für Digitale Innovation und der öffentliche Sektor (Universität Münster), der Forschungsgruppe IT-Sicherheit (Universität Münster), des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht, Recht der Digitalisierung, des Datenschutzes und der Künstlichen Intelligenz (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen) und der PROSOZ Herten GmbH.

Die Ergebnisse und Daten dieser Studie werden als wissenschaftliche Publikation veröffentlicht. Dies geschieht in anonymisierter Form, d.h. ohne dass die Daten einer spezifischen Person zugeordnet werden. Die vollständig anonymisierten Daten dieser Studie werden potenziell als offene Daten in einem sicheren, internetbasierten Datenarchiv (Sciebo) zugänglich gemacht. Damit folgt diese Studie den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs) zur Qualitätssicherung in der Forschung.

5. Rechtsgrundlage

Die Rechtsgrundlage zur Verarbeitung der genannten personenbezogenen Daten bildet die Einwilligung gemäß Art. 6 (1) Buchstabe a EU-DSGVO.

6. Widerruf

Sie haben das Recht, jederzeit die datenschutzrechtliche Einwilligung zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. (Widerruf mit Wirkung für die Zukunft). Richten Sie den Widerruf an den Verantwortlichen.

Ihnen entstehen durch den Widerruf keine Nachteile.

Nach Eingang des Widerrufs werden die personenbezogenen Daten gelöscht, sofern diese Ihnen zuordenbar sind und nicht in anonymisierter Form vorliegen.

7. Namen und Anschrift des Verantwortlichen

Der Verantwortliche im Sinne der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und anderer nationaler Datenschutzgesetze der Mitgliedsstaaten sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die

Universität Münster,
vertreten durch die Rektorin, Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl.
Schlossplatz 2, 48149 Münster
Tel.: + 49 251 83-0
E-Mail: verwaltung@uni-muenster.de

Bei inhaltlichen Rückfragen zum Projekt wenden Sie sich bitte direkt an den fachlichen Ansprechpartner:

Johannes von Ivernois
Lehrstuhl für digitale Innovation und der öffentliche Sektor
Institut für Wirtschaftsinformatik
Leonardo-Campus 3, 48149 Münster
E-Mail: johannes.vonivernois@uni-muenster.de
Tel: +49 251 83-38059

8. Kontaktdaten der Datenschutzbeauftragten

Die Datenschutzbeauftragte der Universität Münster ist:

Nina Meyer-Pachur
Schlossplatz 2, 48149 Münster
Tel.: + 49 251 83-22446
E-Mail: datenschutz@uni-muenster.de

9. Hinweis auf Rechte der Betroffenen

Gemäß der Datenschutzgrundverordnung haben Sie grundsätzlich das Recht auf: Auskunft (Art. 15 DSGVO), Widerspruch (Art. 21 DSGVO), Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO), Löschung (Art. 17 DSGVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DSGVO), Berichtigung (Art. 16 DSGVO).

Im Sinne der Datensparsamkeit (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO) beschränken wir die Datenerhebung auf ein Minimum. Eine eindeutige Zuordnung der Daten zu Ihrer Person ist deshalb unter Umständen nicht möglich, sodass wir Ihre oben genannten Rechte in diesem Fall nicht erfüllen können.

Weitere Informationen zum Umgang mit Ihren personenbezogenen Daten entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Möchten Sie eines dieser Rechte in Anspruch nehmen, wenden Sie sich bitte an eine der genannten Kontaktpersonen. Weiterhin haben Sie das Recht, Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde einzulegen:

Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Helga Block
Kavalleriestraße 2-4
40213 Düsseldorf
Telefon: 02 11/384 24-0
E-Mail: poststelle@ldi.nrw.de
Homepage: http://www.ldi.nrw.de

10. Einwilligung in die Erhebung und Verarbeitung personenbezogener Daten

Hiermit willige ich freiwillig in die Erhebung und Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten im Rahmen des Forschungsprojektes SMARD-GOV ein. Ich habe die Datenschutzerklärung für das betreffende Projekt zur Kenntnis genommen, bin ausreichend informiert worden und hatte die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Über die Folgen eines jederzeit möglichen Widerrufs der datenschutzrechtlichen Einwilligung bin ich aufgeklärt worden. Ich bin darüber informiert worden, dass durch meinen Widerruf der Einwilligung die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt wird.